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201 Jahre Arp Schnitger Orgel in Cappel

Prof. Dr. h.c. Harald Vogel

Cappel. Es muss schon etwas Besonderes sein, wenn zwei ausgewiesene Experten so richtig ins Schwärmen geraten. Und das ist die Arp Schnitger Orgel in der Cappeler St. Peter und Paul Kirche wirklich. Nicht nur das Instrument selbst, sondern auch die Geschichte, wie sie vor 201 Jahren von Hamburg nach Cappel kam, ist außergewöhnlich.

Mit einem Festakt feierte die Cappeler Kirchengemeinde jetzt ihre Orgel. Mucksmäuschen still war es in der Kirche als Prof. Dr. h.c. Harald Vogel das Instrument mit seinen Prospektpfeifen, Principalchor und Mixturen sowie Flöten- und Zungenstimmen vorstellte. Es ginge in erster Linie um den Klang, so Vogel. Und der hätte die Orgel in Cappel mittlerweile weltberühmt gemacht. Auch, dass die Original Zinnpfeifen außernormal noch erhalten sind, sei etwas Besonderes. Fast alle Orgelpfeifen der umliegenden Kirchen mussten ja im Krieg zum Einschmelzen abgegeben werden. Und nur in Cappel wäre ein Instrument des Orgelbauers Arp Schnitger aus seiner höchsten Schaffenszeit im Originalzustand erhalten geblieben. Was der ehemalige Pastor und Kunsthistoriker Dr. Dietrich Diederichs-Gottschalk zum 200-jährigen Jubiläum der Aufstellung der Cappeler Arp-Schnitger-Orgel über die Geschichte des Instruments zutage brachte, lässt die Cappeler Orgel noch mehr in strahlendem Licht erscheinen. War es doch offensichtlich der berühmte Hamburger Holzschnitzer Christian Precht, der den Prospekt der Orgel gestaltete. „Meine Vermutung ist es, dass Precht seinen Freund Schnitger mit dieser Arbeit in Hamburg eingeführt hat“, so Diederichs-Gottschalk. Besonders die figürlichen Darstellungen haben es dem Kunsthistoriker angetan. Da sitzen auch schon einmal kleine Drachen in der Blütenpracht, zum anderen sticht eine weltliche Fülle barocker Früchte und Blüten ins Auge. Die Engel, die in dem Unterzug des Rückpositivs mit leicht verdrehten Augen ihren tragenden Dienst tun, erinnern dagegen sehr an gelangweilte Schüler und der schreiende Engel oben am Hauptturm spricht ebenfalls eine sehr weltliche Sprache.

Superintendentin Heike Burkert und die Vorsitzende des Heimatbundes Männer vom Morgenstern Nicola Borger-Keweloh zeigten sich begeistert und beeindruckt von den Ausführungen der beiden Experten. Annette Faße als stellvertretende Landrätin überbrachte die Grüße des Landkreises und der stellvertretende Bürgermeister der Wurster Nordseeküste Henry Kowalewski die Glückwünsche der Kommune. ul

Hans Davidsson im Jahr 2011 an der Cappeler Orgel.

Achtung: Im Web wird mit Bildern der Cappel - Arp-Schnitger-Orgel für den Kauf einer Software / Sampleset zum Herunterladen geworben. Diese Tonaufnahmen entsprechen nicht dem Klangbild der Arp-Schnitger-Orgel Cappel. Wir distanzieren uns von diesen Anbietern!

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Letzte Änderung am Donnerstag, 16. März 2017 um 18:15:04 Uhr.