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Restaurierungen im 20. Jahrhundert:

1928 wies Christhard Mahrenholz in einem Gutachten auf die besondere Bedeutung der Orgel hin und empfahl eine Renovierung und Instandsetzung der zwischenzeitlich stillgelegten Register.

1932 baute die Orgelwerkstatt P. Furtwängler & Hammer ein elektrisches Gebläse ein.

1937–39 erfolgte eine erste Renovierung durch Paul Ott, der die ursprüngliche Disposition wiederherstellte: Im Pedal ersetzte man die später hinzugefügte Trompete 4′ durch ein Cornet 2′, versetzte die Sifflöte 1′ wieder in die 11/2′-Lage und machte die Veränderung des Tertians in eine hohe Rauschpfeife rückgängig. Allerdings wurde an den Zungenstimmen Veränderungen vorgenommen, indem die Belederungen entfernt und dafür die Schlitze verkleinert wurden.

1976–77 wurde die Orgel von Rudolf von Beckerath (Hamburg) nach Heizungsschäden instand gesetzt und die historische Substanz gesichert. Eingegriffen wurde nur, um spätere Veränderungen an den originalen Zustand anzupassen oder rückgängig zu machen, wie beispielsweise die fehlende Belederung der Zungenkehlen. Auch wurde die nicht ursprüngliche gleichstufige Stimmung vorläufig beibehalten. Die zwei verloren gegangenen Register Cimbel III und Cornet 2′ wurden rekonstruiert.

Im Jahr 2009 wurde die Balganlage von Beckerath restauriert und die Kirchenrückwand saniert.

Die zinnernen Prospektpfeifen sind die einzigen Schnitgers, die vollständig erhalten sind und 1917 nicht für Rüstungszwecke abgetreten werden mussten.