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Die historische Kirche

Die St. Peter- und Paul-Kirche in Cappel wurde im 13. Jahrhundert erbaut und steht mitten im Dorf auf einer Wurt. Ihr Entstehen aus einer Kapelle hat dem Ort Cappel (Kapelle) den Namen gegeben. Ihr äußeres Erkennungszeichen ist der ganz eigentümliche und charakteristische Zwiebelturm. Das Schmuckstück der Cappeler Kirche ist aber die am besten erhaltene Orgel aus der Werkstatt des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger. Da das Instrument im Laufe der Jahre niemals grundlegend umgebaut wurde, können auch heute noch Kompositionen aus der Barockzeit auf der Cappeler Orgel in ihrer Urform zu Gehör gebracht werden.

Das kleine Dorf Cappel liegt zwischen Bremerhaven und Cuxhaven im „Land Wursten“ in einer von vielen mittelalterlichen Kirchen geprägten Kulturlandschaft an der Küste.

Die Lindenallee zur Kirche

Bereits 1880 ist die Allee wahrscheinlich von der damaligen Gärtnerei Riehl angepflanzt worden. Doppelreihig wuchsen die Lindenstämmchen zu einer imposanten Allee heran und säumten einen schmalen Weg bis zu Kirche. Erst im Krieg ist die zweite Reihe gefällt worden, um aus den Stämmen Feuerholz zu machen. Allerdings konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden, ob die Fällaktion im Ersten oder Zweiten Weltkrieg stattfand.

Immerhin 168 Linden stehen bis heute und werden vom Verein „Kulturerbe Dorfwurt Cappel“ gepflegt und jährlich beschnitten. Die unter Denkmalschutz gestellte Allee ist im Jahr 2003 grundlegend saniert worden. Alle Bäume wurden untersucht, einige mussten ersetzt werden. Ebenfalls nach alten Abbildungen wieder neu angelegt wurde auch der historische Pfad, der mitten durch die Baumreihe zur Kirche führt.

Die Cappeler Lindenallee

Schlitzohrige Bauern

Über den Grund der Anpflanzung existiert in Land Wursten eine nette Geschichte. Als sich wieder einmal der Pastor in Cappel über den spärlichen Besuch des Sonntagsgottesdienstes beklagte, betonten die schlitzohrigen Bauern, dass es an der Kirche zu wenig Möglichkeiten gäbe, die Pferde der Kutschen anzubinden.Um dem abzuhelfen, ließ dann der Pastor ausreichend Linden pflanzen. Eine Hinweistafel auf die Lindenallee gibt es auch im Schaukasten an der Cappeler Kirche.